[Gedankenverloren Jule] Das Leben… Unser Leben… ist zu kurz…um

Aus gegebenem Anlass sind mir in den letzten Tagen einige Gedanken durch den Kopf gegangen, die ich in einem Beitrag loswerden wollte.

In unserer weiteren Verwandtschaft ist vor ein paar Tagen ein Mensch von uns gegangen. Er wurde nicht mal 62 Jahre. Er war auf dem Weg von Arbeit nach Hause, Herzinfarkt. Er überlegte im Vorfeld auf der Arbeit kürzer zu treten oder sich frühzeitig zu Berenten, denn er hatten einen harten Job. Die Vernunft sagte was Anderes und auch wegen der Abzüge…

Auch ich erlebe immer wieder, dass ich im Leben Entscheidungen aus Vernunft treffe oder weil sie von mir erwartet werden. Oft kommen dann so Aussagen wie: “Du kannst doch nicht,.. hast du dir überlegt wenn…, und das Risiko…, geh doch lieber auf Nummer sicher…, aber das macht man doch nicht.., so kannst du das nicht machen…,dsc_0655

Immer wieder bekommen wir im Leben vorgeschrieben, was wir wann, wie zu machen haben. Oft entscheidet man nach Abwägen auch der Vernunft wegen. Gerade im beruflichen, aber auch im privaten Leben. Doch ist es immer richtig auf die Vernunft zu hören, wenn der Bauch was Anderes sagt? Wäre es nicht immer mal sinnvoll auf den Bauch zu hören? Wäre man dann zufriedener, glücklicher oder würde man es bereuen? Kann ich immer alle Eventualitäten vorher klären? Ist es immer sinnvoll alle Eventualitäten abzuklären? Scheitern dann Träume, Wünsche oder Vorhaben schon bevor ich sie begonnen habe? Wie viel Risiko kann ich eingehen? Und wer sagt mir eigentlich, dass ich es nicht darf? Warum hören wir bei so vielen Dingen auf die Anderen? Weil es bei den so war? Wer sind eigentlich die Anderen? Ich lese oft in sozialen Netzwerken so Aussagen wie: „Jetzt traue ich mich auch mal“, „die ist doch nicht normal“ „die kann das nicht oder macht es falsch. Aber was ist normal? Was ist richtig und was ist falsch? Ist es nicht bei jedem Individuell? Die Normen und Werte an die wir uns immer wieder anlehnen, aber vor allem die Werte, sind von der Gesellschaft gemacht. Die Aussage „das ist von der Gesellschaft gewollt, das ist gesellschaftlich angepasst, das ist in unserer Gesellschaft so.“, ist das nicht komisch? Die Gesellschaft, das sind doch wir, die die in dem Kulturkreis leben? Warum ist dann das was wir machen nicht gewollt oder falsch? Was der einzelne macht? Und sind es nicht auch Diejenigen, die Anders sind, sich von der Gesellschaft abheben, die die etwas bewegen, etwas verändern? Warum verstellen wir uns oder passen uns an die Leute an, die uns umgeben? Warum bleiben wir einfach nicht wir selbst? Das ist vor allem in Partnerschaften immer wieder zu sehen. Wie viel „Opfer“ sollte ich bringen? Wann grenzt es an Egoismus? Und wie viel Egoismus ist gesund? Soll ich wirklich auf meine Leckereien verzichten, nur damit ich nicht zunehme und normal bleibe? Darf ich mir wirklich nicht mal was Teureres gönnen, nur damit sich das Geld auf dem Konto vermehrt, was es am Ende ja doch nicht tut?dsc_2834

Sollte ich nicht einfach mal das tun, was mir guttut, wobei ich mich wohl fühle oder was mich glücklich macht, auch wenn die Anderen nur darauf warten, dass ich scheitere? Auch wenn das Risiko groß ist zu scheitern? Sollte ich meine Sonntagsjacke nicht doch auch mal montags tragen. Mein Schrank ist sortiert in Gute Sachen, Sachen für besondere Anlässe und Arbeitssachen sowie Alltagssachen.? Warum eigentlich`? Damit ich sie schone, weil sie waren ja nicht so günstig. Wie oft kommen aber so besondere Momente im Leben? Auf was wartet man? Gerade im Alltag. Ist nicht jeder Tag etwas Besonderes? Sollte man jeden Tag zu etwas Besonderem machen oder wird dann das besondere zum Alltag? Gilt doch der Spruch „viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das große vergeblich warten“?

Auf Arbeit macht man es weil der Chef das so will, zu Hause weil der Partner das so will, im Stall, weil die anderen das so wollen! Was will aber ich? Mit was für Konsequenzen muss man rechnen wenn man es nicht tut? Und sind es nicht die, die am lautesten Meckern, sich am besten „Verkaufen“ und an Selbstbewusstsein strotzen, die das bekommen was sie möchten? Das Vorgeben was andere dürfen? Sol das aber die Gesellschaft sein? Oder ist es doch der Einzelne?

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Fragen über Fragen die jeder anders beantworten wird, denn jeder handhabt es anders. Und oft treffen wir die wichtigsten Entscheidungen aus dem Verstand heraus und nicht aus dem Bauch. Und am Ende entscheidet auch oft das liebe Geld. Es würde einiges anders laufen, wenn das mit dem lieben Geld nicht immer so kompliziert wäre. Im Sport, in der Ausbildung und in der Zwischenmenschlichen Beziehung.dsc_0656

Aber was wollte ich jetzt damit sagen? Der Text ist ja arg lang und besteht fast nur aus Fragen. Es sind die Fragen, die mir in den letzten Tagen und Nächten immer wieder durch den Kopf gingen? Ich habe mich und mein Leben mal überprüft und festgestellt, dass ich zu viel auf andere höre. Träume und Wünsche mir nicht erfülle, weil andere einen Einwand haben, es dann gar nicht erst versuchen Einwände, Kritik und Erfahrungen anderer können sehr hilfreich sein, aber sie sollten nicht unbedingt alles bei uns auf den Kopf stellen. Die Feststellung habe ich jetzt getroffen, Doch was mach ich daraus. Werde ich jetzt des Öfteren auf meinen Bauch hören und meine Entscheidungen treffen, auch wenn sie dann als falsch herausstellen könnten? Sollte ich den Mut haben das zu tun? Und könnte ich mit den Konsequenzen leben? Ich weiß es nicht. Aber ich werde es mal klein versuchen und meine guten Sachen des Öfteren im Alltag tragen. Ich werde versuchen fröhlicher durch die Welt zu gehen und das Leben mehr zu genießen. Vielleicht gebe ich auch mal 30€ für ne Reitjacke aus, auch wenn ich sie nicht unbedingt brauche oder 5€ mehr für ein Buch, damit ich es habe. Vielleicht geh ich auch mal auf Party auch wenn ich am nächsten Tag Dienst habe, auch auf die Gefahr hin, dass ich dann wenig brauchbar bin. Und wenn ich das geschafft habe, werde ich mich an größere Projekte wagen.

Was bleibt also? Denkt auch mal an Euch, entscheidet mehr aus dem Bauch heraus und fangt an das Leben zu genießen! Denn es kann mal schnell vorbei sein. Macht mal was Kurioses und zerbrecht euch nicht so viel den Kopf darüber, was andere davon halten. Bleibt euch treu und verstellt euch nicht, nur um anderen zu gefallen. Ihr seid für euch verantwortlich und wenn ihr merkt es passt was nicht, es fehlt was um zufrieden zu sein, dann ändert was, damit ihr es werdet. Denn das Leben ist zu kurz…Und ich glaube Träume können wahr werden, man muss nur fest daran glauben, daraufhinarbeiten, das Selbstbewusstsein haben und als letzten Schritt den Mut aufbringen, das Wagnis einzugehen.

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Mehr zum Thema Beeinflussbarkeit von Entscheidungen findet ihr zum Beispiel unter dem Thema Dissonanztheorie

Normen: das sind konkrete Verhaltensvorschriften die meist in Gesetzten geregelt sind und das Zusammenleben in den Kulturkreisen regeln sollen. Das Nichteinhalten führt zu Sanktionen

Werte: sind keine festgesetzten Gesetzte, sondern Ziele, die von der Gesellschaft erschaffen wurden, um das Zusammenleben zu vereinfachen Aus den Werten ergeben sich Normen

passend zum Thema eines meiner derzeitigen Lieblingslieder

LG Jule

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